Milla ist wieder zurück im Garten

Milla, die kleine Maus, kommt langsam aus dem dunklen Wald zurück. Der Weg war lang, und an manchen Stellen war er still und ein wenig unheimlich. Doch jetzt wird das Licht wieder heller. Vor ihr öffnet sich der Garten, warm und freundlich, als hätte er auf sie gewartet.

Milla bleibt einen Moment stehen und atmet tief ein. Es riecht nach Erde, nach Gras und nach Frühling. Dann entdeckt sie sie sofort: die kleinen Vergissmeinnicht, die zwischen den Halmen blühen. Ihre blauen Blüten leuchten so zart und schön, dass Milla lächeln muss. Sie geht näher heran, setzt sich zwischen die Blumen und schaut sie lange an. Es ist, als würden sie ihr leise zuflüstern: Du bist wieder da.

Ein sanftes Rascheln im Gras lässt sie aufblicken. Nicht weit von ihr bewegt sich schon etwas. Ein kleiner Freund ist da, und noch einer. Aus der Hecke klingt ein leises Zwitschern, irgendwo hüpft jemand durchs Gras, und plötzlich fühlt sich der Garten wieder ganz vertraut an. Milla merkt, dass ihre Freunde nicht weit sind. Sie war nicht allein auf der Welt, auch wenn der Wald zwischendurch gross und dunkel gewesen war.

Ganz still sitzt sie da, zwischen den Vergissmeinnicht und all dem frischen Grün, und spürt, wie ihr Herz wieder ruhig wird. Sie denkt an den Wald, an den Weg, an ihren Mut. Und sie weiss, dass es schön ist, hinauszugehen und Neues zu entdecken. Aber genauso schön ist es, wieder heimzukommen, dorthin, wo die Blumen blühen und die Freunde schon warten.

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Susanne