Wie Millas Welt langsam zum Buch wird
Das Buch nimmt langsam seine endgültige Form an. In den letzten Tagen habe ich mich intensiv mit dem Design beschäftigt. Nicht nur mit den Bildern selbst, vor allem mit der Frage, wie sich Millas Welt auch auf den Seiten mit den Geschichten weitertragen lässt.
Denn natürlich soll das Buch nicht nur zum Vorlesen gedacht sein. Es soll ebenso ein Buch sein, das Kinder selbst in die Hand nehmen, anschauen und lesen können. Genau deshalb ist mir wichtig, dass die Gestaltung für beides funktioniert: für gemeinsame Momente beim Vorlesen und für jene stillen Augenblicke, in denen ein Kind selbst in Millas Welt eintaucht.
Die Bilder sollen weiterhin gross und möglichst seitenfüllend wirken. Sie dürfen Raum bekommen, denn sie erzählen einen wichtigen Teil der Geschichte ganz ohne Worte. Gleichzeitig war mir schnell klar, dass die Geschichtsseiten nicht einfach weiss und nüchtern bleiben können. Das hätte die Stimmung unterbrochen. Deshalb bekommen auch diese Seiten nun eine sanfte, farbliche Gestaltung, die sich an den Aquarellen orientiert und die Verbindung zu den Bildern bewahrt.
Der kleine Ausschnitt, den ich euch heute zeige, stammt aus einer solchen Geschichtsseite. Zu sehen ist ein kleiner Bildausschnitt mit Milla und Matti, eingebettet zwischen Überschrift und Text. Genau diese kleinen Illustrationen sollen dafür sorgen, dass Millas Welt auch dort weiterlebt, wo die Geschichte mit Worten erzählt wird.
Runde Ecken, ruhige Pastelltöne und eine klare, gut lesbare Schrift sollen dafür sorgen, dass die Seiten freundlich und kindgerecht wirken, ohne überladen zu sein. Milla und ihre Freunde bleiben so auch beim Lesen und Vorlesen immer in der Nähe.
Auch viele kleine Dinge beschäftigen mich gerade: die richtige Position der Überschriften, die Abstände zum Buchrücken, die Seitenzahlen, die Balance zwischen Text und Bild. Dinge, die man später beim Lesen kaum bewusst wahrnimmt, die aber entscheidend dafür sind, ob sich ein Buch ruhig, stimmig und selbstverständlich anfühlt.
Mein Wunsch ist, dass sich am Ende jede Seite so anfühlt, als gehöre sie ganz selbstverständlich zu Millas Welt. Warm, ruhig, ein wenig verspielt und mit genügend Raum zum Schauen, Lesen, Zuhören und Träumen.
Es ist noch ein Weg bis zum fertigen Buch. Aber inzwischen kann ich zum ersten Mal ziemlich deutlich sehen, wie es einmal aussehen soll.
Und dieser kleine Ausschnitt ist ein erster Blick darauf. Bald werde ich euch auch eine vollständige Doppelseite zeigen können.
Zu sehen ist ein kleiner Ausschnitt aus einer Geschichtsseite. Noch ist nichts endgültig. Änderungen wird es sicher noch geben. Beim Anschauen habe ich nämlich gerade selbst schon wieder entdeckt, was ich noch anpassen möchte. 😊