Milla und der Sonnengarten

Milla, die kleine Maus, sitzt im Garten und schaut in das warme Licht. Vor ihr wachsen hohe Blätter, feine Stängel und eine Blume, die ganz still in der Sonne steht.

Alles ist hell und weich. Die Sonne liegt wie ein grosser goldener Kreis hinter dem Garten, und Milla muss blinzeln, weil alles ein bisschen leuchtet.

Ein kleiner Wind kommt vorbei. Er bewegt die Blätter ganz sacht. Raschel, raschel. Die Blume wackelt ein wenig, als würde sie Milla begrüssen.

Milla hebt ihre kleine Nase und schnuppert. Es riecht nach Gras, nach Erde und nach Sommer. Sie bleibt ganz ruhig sitzen und schaut.

„Hallo, Garten“, flüstert Milla.

Der Garten antwortet nicht mit Worten. Aber die Sonne wärmt ihr Fell, die Blätter tanzen leise, und die Blume leuchtet freundlich vor ihr.

Da lächelt Milla.

Sie ist nur eine kleine Maus, aber in diesem Moment fühlt sich der Garten gross und schön und wunderbar an. Milla merkt: Man muss gar nicht weit laufen, um etwas Besonderes zu finden.

Manchmal wartet das kleine Wunder direkt vor der Nase.

Also bleibt Milla noch ein Weilchen sitzen. Ganz still. Ganz zufrieden. Mitten im warmen Sonnengarten.

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