Milla träumt vom Meer

Milla lag vor der Tür zum Garten und schlief tief und fest.

Ihre kleinen Pfötchen waren ganz müde, denn Milla hatte grosse Ferien hinter sich. Sie war am Meer gewesen, hatte den warmen Sand gespürt, den Wellen gelauscht und den Sonnenuntergang bestaunt. Sie hatte Muscheln entdeckt, Möwen beobachtet und gelernt, dass das Meer so gross ist, dass selbst eine sehr neugierige kleine Maus einen Moment lang ganz still wird.

Nun war sie wieder zuhause.

Durch die Gartentür fiel weiches Licht auf den Boden. Draussen bewegten sich die Blätter leise im Wind, und irgendwo summte eine Biene. Alles roch vertraut: nach Gras, Erde, Blumen und Zuhause.

Milla seufzte zufrieden im Schlaf.

In ihrem Traum stand sie wieder am Strand. Eine kleine Welle kam angerollt und kitzelte ihre Pfötchen. Das Segelboot fuhr weit draussen durch das goldene Licht, und der Himmel wurde blau, rosa und warm.

„Ich bin wieder da“, murmelte Milla im Traum.

Aber sie wusste: Auch zuhause kann ein Abenteuer warten. Vielleicht hinter einem Blumentopf. Vielleicht unter einem Blatt. Vielleicht gleich morgen, wenn die Sonne wieder in den Garten scheint.

Für heute aber war Milla einfach glücklich.

Glücklich von den Ferien.
Glücklich von den Abenteuern.
Glücklich, wieder zuhause zu sein.

Und so schlief sie weiter, ganz still und zufrieden, vor der Tür zum Garten.

Mit Sand in der Erinnerung
und Sonne im kleinen Mäuseherz.

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Valentina