Beatrice

Beatrice sass im Wartezimmer des Spitals, an einem Ort des Wartens, der Anspannung und der leisen Hoffnung.
Dort entstand die erste Skizze. Später habe ich das Bild im Atelier vollendet.

Beatrice hat die Chemotherapie hinter sich und steht am Beginn der Strahlentherapie. Ihr Blick trägt Müdigkeit und Verletzlichkeit und zugleich eine besondere Klarheit.
Nichts daran ist laut. Und gerade darin liegt ihre Kraft.

In der Reihe Stille Heldinnen geht es mir nicht um Pathos, sondern um Präsenz.
Um jene stillen Momente, in denen ein Mensch einfach da ist, durch alles hindurch, was war und was noch kommt.

Dieses Bild erzählt von ihr.
Von Erschöpfung und Würde.
Von Unsicherheit und einem leisen Weitergehen.

„Manchmal zeigt sich Stärke nicht im Kämpfen, sondern im stillen Weitergehen.“

Nach einer Pause wieder in dieses Projekt zurückzukehren, war für mich nicht selbstverständlich. Auch ich musste erst wieder Ruhe finden, um mich darauf einzulassen. Vielleicht berührt mich dieses Bild gerade deshalb so sehr. Beatrice steht an einem Übergang, zwischen dem, was hinter ihr liegt, und dem, was vor ihr steht. In ihrem Blick liegt etwas, das bleibt.
Kein Aufgeben.
Keine Pose.
Nur dieses stille Wissen, dass der Weg weitergeht.

Für mich ist sie genau in diesem Moment eine stille Heldin. Nicht, weil sie stark wirken muss, sondern weil sie da ist.
Aufrecht. Ehrlich. Verletzlich.

Und voller Würde.

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